Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um unsere Studiengänge – direkt und ehrlich.
Beide haben einen starken Informatik-Kern (60 vs. 42 ECTS reine Informatik im Kern). Informatik geht tiefer in Systeme (Distributed Systems, Netzwerke, SE Lab im Kern). Angewandte Informatik ersetzt diese Tiefe durch Breite: 18–30 ECTS fest in einem anderen Fach außerhalb der Informatik, plus einen großen WP-Pool in Angewandter Informatik (ML, NLP, Robotik, HCI, Medieninformatik …). Logik & Berechenbarkeit (9 ECTS, schweres Mathe-Modul) ist in Informatik im Kern, in Angewandte Informatik nur WP. Auf dem Arbeitsmarkt werden die Abschlüsse weitgehend gleich behandelt.
WI hat mehr Informatik (24 vs. 15 ECTS im Kern) und mehr Flexibilität im WP-Bereich. IISM hat weniger Informatik, dafür feste Internationalisierung (12 ECTS Praktikum + 9–15 ECTS Fremdsprachen) und spezifische Management-Module (Change Leadership, Enterprise Architecture, IT-Consulting). Beide haben substanzielle BWL/VWL/Recht-Kernanteile (je 24 ECTS). Die Entscheidung hängt davon ab, ob du die internationale Komponente als festen Bestandteil willst oder lieber mehr technische Tiefe.
Wenn KI und ML dein Hauptinteresse sind und du Mathe magst: KI & Data Science (36 ECTS KI im Kern + 42 ECTS Mathe im Kern). Wenn du KI anwenden willst, aber breiter aufgestellt sein möchtest: Angewandte Informatik (6 ECTS KI im Kern + bis zu 42 ECTS KI-WP). In Informatik ist KI nur ein WP-Modul (6 ECTS). In WI und IISM ist KI kaum in den Modulkatalogen vertreten.
Gerade weil KI-generierter Code zunimmt, werden Menschen, die verstehen, was dieser Code tut – und wo er halluziniert – wertvoller. Informatik gibt dir das tiefste Verständnis für Algorithmen, Systeme und formale Verifikation. Die Arbeit verschiebt sich von „Code schreiben“ zu „Systeme entwerfen, verifizieren und absichern“. Auch Angewandte Informatik und KI und Data Science geben dir genug Grundlagen, um KI-generiertem Code nicht blind zu vertrauen. Wer primär managen will statt bauen, ist mit WI oder IISM gut bedient – denn die Entscheidung „welche KI-Tools setzen wir ein?“ ist auch eine Managementfrage.
Ja, alle Studiengänge sind zulassungsfrei. Aber der Mathe-Umfang variiert stark: KI und Data Science hat 42 ECTS Mathe, IISM nur 21 (und du wählst selbst welche). Wenn Mathe nicht deine Stärke ist, sind Angewandte Informatik (30 ECTS, weniger Logik) oder IISM (21 ECTS, Modulauswahl flexibel) gute Optionen. Es gibt Vorkurse und Mentoring – Studieneinstiegsmentoring ist in Informatik, Angewandte Informatik und KI und Data Science Teil des Studiengangs.
Die Berufsbilder überlappen stark. Ein WI-Absolvent kann in einem Software-Engineering-Team landen, ein Informatik-Absolvent in der IT-Beratung. Der Studiengang bestimmt nicht deinen Beruf – er bestimmt, welche Grundlagen du mitbringst und wo du am schnellsten produktiv wirst. Generell: IT-Absolventen haben exzellente Arbeitsmarktchancen, unabhängig vom genauen Studiengang.
Bamberg ist keine Technische Universität. Die Informatik-Ausbildung ist software-orientierter als an TUs. Es gibt Kurse, die hardwarenah arbeiten (GRABS = Rechnerarchitektur & Betriebssysteme, Systemnahe Programmierung in C++ und C), und Robotik-Kurse in KI und Data Science und Angewandte Informatik Wer löten will, kann das tun, aber es ist nicht der Schwerpunkt. Wer Chipdesign oder Embedded Systems als Hauptfokus will, ist an einer TU besser aufgehoben.
Alle Bachelor-Studiengänge sind zulassungsfrei. Du registrierst dich im Hochschulportal (HISinOne), druckst den Antrag aus, schickst ihn mit Krankenversicherungsnachweis an die Studierendenkanzlei und überweist den Semesterbeitrag. Wintersemester: Einschreibung bis ca. Ende September, Sommersemester: bis ca. Ende März.
Ja. Durch die hohe Modulüberlappung – Einführung in die Informatik, Algorithmen und Datenstrukturen, Datenbanksysteme und Mathe-Module tauchen in fast allen Studiengängen auf – kannst du in den ersten Semestern relativ unkompliziert wechseln. Viele ECTS werden angerechnet. Sprich mit der Studienberatung, die helfen beim Wechselplan.
Ja, alle Studiengänge sind in Teilzeit studierbar. Du meldest das bei der Studierendenkanzlei an. In Teilzeit verdoppelt sich die Regelstudienzeit rechnerisch, aber du kannst das Tempo flexibel anpassen.
Ja, alle Bachelor-Studiengänge können sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester begonnen werden. Die Einführungsveranstaltungen und Mentoring-Programme gibt es in beiden Semestern.
Ja, in jedem Studiengang. Die Uni Bamberg hat über 350 Partnerhochschulen in mehr als 60 Ländern. Rund 30 % der Studierenden nutzen das Angebot. Bei IISM ist ein Auslandsaufenthalt sogar fester Bestandteil des Studiums. Für alle anderen Studiengänge ist es freiwillig, wird aber aktiv unterstützt – das International Office hilft bei der Planung.
Bamberg ist eine Weltkulturerbe-Stadt mit rund 77.000 Einwohnern, davon über 13.000 Studierende. Die WIAI-Gebäude liegen am ERBA-Campus direkt an der Regnitz. Kurze Wege, bezahlbare Mieten (im Vergleich zu München oder Erlangen), persönliche Atmosphäre. Die Fakultät hat 33 Professuren und betreut gut 1600 Studierende – das heißt: du bist keine Nummer.
WIAI steht für „Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik“ – die Fakultät, an der alle Informatik- und WI-Studiengänge angesiedelt sind (eine von vier Fakultäten der Uni Bamberg). Die Aussprache ist nicht einheitlich: Manche sagen „Wie-A-I“, manche „Weh-Ih-Ah-Ih“, andere „Wie-Ei“. Alle Varianten sind gängig.